Java Superklassen und Subklassen – das Prinzip der Vererbung

Im folgenden Beitrag möchte ich das Prinzip der Vererbung in der Programmierung am Beispiel der Programmiersprache Java veranschaulichen. Java eignet sich, als voll objektorientierte sogenannte Hochsprache der 5. Generation, hervorragend dafür, die Prinzipien der Objektorientierung zu erklären.

Prinzip der Vererbung

Java ermöglicht eine hierarchische Anordnung Klassen (Objekttypen), wobei eine Klasse immer eine Generalisierung/Spezialisierung der anderen Klassen in der Klassenhierarchie darstellt.

Eine Klasse vererbt also ihre Eigenschaften und ihre Funktionen, also das Verhalten, in Form ihrer Attribute und Methoden an eine andere, von ihr erbende, Klasse. Dabei wird die Klasse, die ihre Eigenschaften vererbt, Basisklasse, Oberklasse oder auch Superklasse genannt, während die erbende Klasse Subklasse, abgeleitete Klasse oder auch Unterklasse genannt wird. Es gilt hierbei besonders zu beachten, dass Konstruktoren hier eine Ausnahme bilden und nicht vererbt werden.

Spezialisierung und Generalisierung

Die geerbten Eigenschaften und Methoden der Superklasse können jederzeit spezialisiert, also sozusagen verfeinert, werden. Das Erbe kann jedoch nicht eliminiert oder beseitigt werden, ein geerbtes Attribut oder eine Methode ist immer in der Subklasse vorhanden.

Konkret kann sich eine Spezialisierung auf mehrere Arten vorgenommen werden:

  • Es können weitere Attribute definiert werden
  • Es können weitere Methoden definiert werden
  • Die Methoden der Superklasse können auch überschrieben werden

 

Bild - Java Prinzip der Vererbung
UML Diagramm – Prinzip der Vererbung in Java

Verallgemeinert kann man also sagen, dass eine Klasse immer allgemeiner oder genereller wird, je höher sie in der Klassenhierarchie liegt. Andererseits wird eine Klasse immer spezieller, je tiefer sie in der Java-Klassenhierarchie liegt.

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