„Hands-on“ RDX Wechselplattensysteme – Backup Lösung für KmU ohne Bandsalat

Seit einiger Zeit setze ich im Unternehmen ein »RDX QuikStor EXT USB 3.0« von Tandberg Data für die Server-Backups ein. Bei der RDX-Technologie, die von Tandberg-Data selbst entwickelt wurde, um eine Alternative zu Bandlaufwerken zu schaffen, handelt es sich um ein cartridgebasiertes Wechselplattensystem. Es steht als eine sehr flexible Speichermenge zur Verfügung und durch das einfach Wechselsystem lassen sich die Medien getrennt an einem sicheren Ort verwahren. Gegenüber dem Einsatz von externen USB Festplatten bringen die RDX-Cartridges den Vorteil einer hohen Robustheit, laut Hersteller soll sogar ein Aufprall auf einen Steinboden aus einem Meter Höhe kein Problem sein.

In den RDX-Cartridges, den Wechselmedien, sind handelsübliche SATA-Festplatten oder SSDs verbaut. Gängige Größen sind derzeit 1 TB SATA bzw. 256 GB SSD.

RDX empfiehlt sich auch durch die Einfachheit in der Handhabung, da eine weitreichende Kompatibilität zu den meisten gängigen Backup Programmen gegeben ist, laut Tandberg Data.  Das RDX-Laufwerk wird unter Windows wie ein normales Wechsellaufwerk behandelt und erlaubt einen einfachen austausch der Cartridges im laufenden Betrieb.

 

Hands- on – RDX Quikstor USB 3.0 im täglichen Einsatz mit Windows-Server Backup

Im Einsatzszenario für meinen Test dieser Technologie stand nicht unbedingt eine möglichst hohe Schreib- und Leserate im Vordergrund sondern vielmehr die Kompatibilität mit dem Server-Backup Tool des betreffenden Windows-Server 2016  (Standard Edition).

Wie sich jetzt nach einem Monat herausgestellt hat, funktioniert der Einsatz des RDX QuickStor mit mehreren Wechselmedien im zyklischen Wechsel hervorragend. Ich habe aktuell, für diesen ersten Test, eine Medienrotation von drei Wechselmedien implementiert. Es ist also an dieser Stelle keine Beschaffung einer erweiterten Backup-Software notwendig.

Es müssen zunächst jedoch die Wechselmedien einzeln als Sicherungsziele hinzugefügt werden, wozu das betreffende Medium in Betrieb sein muss. Danach kann kann das Server-Backup erkennen welches Medium aktuell zur Sicherung zur Verfügung steht.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Thema Datenraten, was jedoch in KmU meist eine untergeordnete Rolle spielt, da einerseits Nachts bequem Backups gefahren werden können und oft auch garnicht so große Datenbestände gesichert werden müssen. In meinem Szenario ergab eine kurze Benchmark eine durchschnittliche Übertragungsrate von 89 MByte/s (kopieren von 1 GB, gemischt große Datenblöcke/Dateien). Wer größere Übertragungsraten braucht, kann dies natürlich durch den Einsatz von SSDs erreichen. Diese haben allerdings den Nachteil, dass sie eine geringe Lebensdauer/Anzahl der Schreib-/Lesevorgänge haben und die Kapazitäten derzeit noch deutlich geringer als die herkömmlicher Festplatten sind

 

Mein Fazit nach einem Monat RDX

Ich habe, wie bereits erwähnt, drei SATA Cartridges mit je 2 TB im Einsatz. Jeden Tag wechsele ich das Medium und verwahre die Medien die nicht im Einsatz sind an einem gesicherten Ort. Die Cartridges sind in einem eigenen Kunststoffgehäuse eingebaut und machen wirklich einen sehr robusten Eindruck und es werden zudem stabile Kunstoffcases/-hüllen mitgeliefert. Laut Tandberg Data sind sie besonders stossgeschützt und überleben auch Stürze sehr gut. Das habe ich natürlich nicht getestet, man muss es ja nicht darauf anlegen. Sollte sich dies ergeben, werde ich von den Ergebnissen berichten.

Das Preis-Leistungs Verhältnis ist absolut einwandfrei. Auch kleiner Unternehmen können hier mit einfachen Backup-Systemen einsteigen und müssen nichtmal 500,-€ investieren. Vergleicht man das mit dem Einsatz von Workaround-Lösungen wie z.B. externen USB-Festplatten, ist allein der Gewinn an Ausfallsicherheit den geringen monetären Mehraufwand wert.

In Szenarien in denen überschaubare Datenbestände gesichert werden müssen ist so eine kleine Lösung absolut ausreichend. Für größere Datenbestände bietet allerdings auch Tandberg größere Systeme mit Cartridge-Verbünden an, die eben dann mit großen Datenmengen umgehen können.

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